6- Halbzeit des Jahres Du musst nicht bis Januar warten
Shownotes
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00:00:00: Bevor wir heute in die Folge starten, möchte ich dich zu einer kleinen Gedankenreise einladen.
00:00:08: Wenn du gerade unterwegs bist dann hör einfach zu!
00:00:12: Wenn du Zuhause bist, dann lehne dich vielleicht kurz zurück.
00:00:17: Atme einmal tief durch und lass die Bilder in deinem Kopf entstehen.
00:00:23: Gerne kannst Du dann noch die Augen schließen.
00:00:28: Stell dir vor, du wanderst einen langen Weg entlang.
00:00:33: Vor sechs Monaten bist du losgelaufen.
00:00:38: Es war Januar, es war kalt und grau.
00:00:45: Es lag sogar irgendwo noch etwas Schnee – und Du hattest ein Rucksack dabei!
00:00:55: Einen Rucksag voller Wünsche, voller Hoffnung, volle Ideen davon wie dieses Jahr werden könnte.
00:01:08: Vielleicht hast Du Dir vorgenommen mehr auf Dich selbst zu achten?
00:01:14: Vielleicht wolltest du gesünder Essen, wolltest mehr Bewegung in den Alltag bringen, wolltest dich um deine Beschwerden kümmern und diese endlich ernst nehmen.
00:01:29: Vielleicht wolltest du weniger streng mit dir selbst sein und lernen deinen Körper besser zu verstehen oder vielleicht hattest du gar keine konkreten Vorsätze sondern einfach nur diesen Wunsch.
00:01:49: ich möchte dass sich etwas verändert.
00:01:55: Und jetzt stell dir vor, du bleibst auf diesem Weg kurz stehen.
00:02:00: Du drehst dich um und schaust zurück Auf alles was bereits hinter dir liegt Auf die geraden Wege Auf die Kurven Auf die Umwege Auf Die steilen Anstiege Auf the Tage an denen du voller Energie warst Und auf die Tage an den du am liebsten stehen geblieben wärst.
00:02:34: Vielleicht war dieser Weg nicht so gratlinig und gerade, wie du ihn dir vorgestellt hast.
00:02:43: Gab es Momente in denen du dachtest ich komme überhaupt nicht voran?
00:02:51: Vielleicht gab es auf dem Weg auch Rückschläge oder es gab Zeiten in denen Du das Gefühl hattest alles wieder zu verlieren Alles was Du bereits aufgebaut hattst.
00:03:09: Und trotzdem bist du heute hier, sechs Monate später.
00:03:15: Und allein das ist vielleicht schon etwas, dass wir viel zu selten anerkennen.
00:03:24: Denn heute möchte ich mit dir gemeinsam auf die erste Hälfte dieses Jahres schauen!
00:03:30: Nicht um zu bewerten, nicht um abzurechnen – nicht um zu schauen was alles nicht geklappt hat sondern unbewusst wahrzunehmen Denn es ist jetzt Juli, die Sommersonnenwende liegt bereits hinter uns und damit auch der längste Tag des Jahres.
00:03:53: Und somit liegt auch das erste halbe Jahr hinter uns!
00:03:58: Ich finde dass es ein wunderschöner Zeitpunkt um einmal innezuhalten.
00:04:05: Denn seien wir ehrlich wie oft tun wir das eigentlich?
00:04:12: Die meisten von uns leben von Woche zu Woche, von Termin zu Termin.
00:04:19: Von Aufgabe zur Aufgabe – wir planen den nächsten Urlaub, den nächsten Einkauf, das nächste Wochenende und plötzlich stellen wir fest, dass Jahr ist schon halb vorbei!
00:04:35: Und oft merken wir gar nicht wie viel in diesen Monaten eigentlich passiert ist.
00:04:42: Vielleicht kennst du diesen Gedanken?
00:04:46: Eigentlich wollte ich schon viel weiter sein.
00:04:51: Diesen Satz den höre ich unglaublich oft zu unterschiedlichen Themen, zur Ernährung, zu Hormon, zu Zyklus, zur Selbstversorgung, zur Bewegung – zu meinem gesundheitlichen Zustand oder auch etwas was gar nicht mit Gesundheit zu tun hat.
00:05:18: und oft meldet sich dann noch ein innerer Kritiker.
00:05:24: Eine Stimme, die scheinbar immer genau weiß was noch nicht gut genug ist.
00:05:32: Sie erinnert uns daran was wir alles nicht geschafft haben.
00:05:37: sie sagt du wolltest mehr Sport machen Du wolltest mir auf dich achten!
00:05:43: Du wolltest früher schlafen gehen!
00:05:46: Du wolltest weniger Stress haben!
00:05:48: Du wolltest gesünder essen!
00:05:50: Du Wolltest endlich konsequenter sein Und plötzlich sehen wir nur das, was wir nicht geschafft haben.
00:06:00: Das, was noch fehlt und nicht dass, was bereits da ist!
00:06:11: Vielleicht hast du am Anfang des Jahres beschlossen mehr auf deinen Körper zu hören – und es klappt heute noch immer nicht.
00:06:24: Aber vielleicht bemerkst Du inzwischen schneller wenn Du erschöpft bist?
00:06:30: oder du hast angefangen, früher eine Pause zu machen.
00:06:35: Du fragst dich heute öfter was du wirklich brauchst?
00:06:41: Vielleicht hast du begonnen dein Zyklus ganz bewusst zu beobachten und verstehst manche Beschwerden inzwischen besser.
00:06:51: sprichst du vielleicht freundlicher mit dir selbst als noch vor sechs Monaten Und weißt du was?
00:07:00: das sind Veränderungen auch wenn sie sich nicht messen lassen, auch wenn Sie auf keiner Waagesichtbar werden und auch nicht, wenn niemand dafür applaudiert.
00:07:18: Gerade wir Frauen übersehen oft die Veränderungen, die im Inneren stattfinden.
00:07:25: Wir schauen auf die fünf Kilos, die noch fehlen Auf die Routinen, die doch nicht perfekt laufen oder auf die Tage an denen wir in alte Muster gefallen sind.
00:07:37: Aber wir sehen ganz oft nicht wie viel wir bereits gelernt haben, wieviel wir bereits verstanden haben und wie viele bewusster wir geworden sind – und dafür gibt es einen Grund!
00:07:55: Unser Gehirn hat eine interessante Eigenschaft Es achtet stärker auf Probleme als auf unsere Fortschritte.
00:08:03: Das war früher überlebenswichtig.
00:08:07: Gefahren zu erkennen war wichtiger als Erfolge zu feiern.
00:08:12: Heute führt genau das aber dazu, dass wir unsere Entwicklung häufig übersehen.
00:08:20: Unser Gehirn speichert viel leichter – Das hat nicht funktioniert!
00:08:26: Als Schau mal was du bereits geschafft hast.
00:08:32: Deshalb möchte ich dich heute zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen.
00:08:40: Stell dir vor, dein Ich vom ersten Januar würde heute vor dir sitzen.
00:08:48: Die Frau die mit all ihren Hoffnungen und Erwartungen in dieses Jahr gestartet ist!
00:08:57: Was würde sie sehen?
00:09:01: Würde Sie wirklich nur die Dinge sehen, die nicht funktioniert haben?
00:09:08: oder würde sie vielleicht auch sehen wie oft du weitergemacht hast Wie oft du trotz Müdigkeit aufgestanden bist, wie oft du Herausforderungen gemeistert hast oder wie oft Du durch schwierige Tage gegangen bist.
00:09:29: Vielleicht wäre sie sogar stolz auf dich!
00:09:33: Nicht weil alles perfekt gelaufen ist sondern weil du trots allem noch hier bist und manchmal vergessen wir genau das.
00:09:48: Wir bewerten unser Jahr oft nur nach Ereignissen.
00:09:53: Dabei besteht das Leben aus so viel mehr!
00:09:59: Vielleicht war dein erstes Halbjahr nicht voller großer Erfolge, es war eher ein halbjahres Durchhaltens.
00:10:12: Du hattest vielleicht sogar gesundheitliche Herausforderungen oder Sorgen.
00:10:18: Es gab Veränderungen die du dir nicht ausgesucht hast.
00:10:23: Vielleicht warst du auch einfach zu müde.
00:10:27: Und das gehört zum Leben!
00:10:31: Vielleicht hilft dir der Blick in die Natur, denn die Natur erwartet nicht von sich selbst das ganze Jahr überzublühen.
00:10:45: Im Frühling wächst sie – im Sommer steht sie in ihrer vollen Kraft und im Herbst lässt sie los.
00:10:53: Im Winter zieht sie sich ganz zurück Und keine dieser Phasen ist falsch und keine ist besser als die andere.
00:11:07: Und trotzdem erwarten wir von uns selbst, ständig im Sommer sein zu müssen – immer leistungsfähig, motiviert, voller Energie, produktiv!
00:11:25: Aber so funktionieren wir nicht.
00:11:28: Und ganz besonders wie Frauen funktionieren nicht so... Wir leben in einem Rhythmus.
00:11:37: Wir leben im Phasen, in Wellen.
00:11:40: Manchmal fühlen wir uns voller Energie und manchmal brauchen wir Rückzug.
00:11:46: Manchmal geht es vorwärts Und dann scheint es als würden wir stillstehen.
00:11:54: Wichtig ist Stillstand bedeutet nicht automatisch Rückschritt Denn auch im Winter passiert Wachstum.
00:12:05: Er ist nur nichts sichtbar.
00:12:07: Es kann sein, dass du gerade noch genau in so einer Phase steckst.
00:12:14: Dein Leben fühlt sich gerade ruhig an oder vielleicht sogar schwer!
00:12:23: Hast Du das Gefühl nicht voranzukommen?
00:12:29: Aber was wäre wenn gerade etwas entsteht, dass Du noch gar nichts sehen kannst?
00:12:38: Dass Du gerade die Grundlage für etwas legst dass es später sichtbar wird.
00:12:48: Und genau deshalb möchte ich in dieser Folge nicht nur zurückschauen, sondern auch nach vorne blicken!
00:13:01: Denn das erste halbe Jahr ist vorbei – aber das Jahr ist noch lange nicht vorbei und das ist eine unglaublich schöne Nachricht!
00:13:14: Oft glauben wir Veränderung braucht einen besonderen Zeitpunkt.
00:13:21: Den ersten Januar, einem Monat, ein Montag den nächsten Urlaub, den Herbst – irgendein perfekter Moment!
00:13:31: Aber weißt du was?
00:13:34: Der perfekte Moment kommt meistens nie.
00:13:39: Denn Veränderungen beginnt selten mit einem Datum.
00:13:43: Veränderungsbeginnend mit einer Entscheidung Und zwar mit deiner Entscheidung.
00:13:50: Mit einem kleinen Schritt, mit einem Gedanken und einem bewussten Moment.
00:13:58: Entscheide dich doch heute eine Pause dir zu erlauben oder entscheide dich heute freundlicher mit dir selbst zu sprechen.
00:14:11: Entscheidet dich heute deinem Körper mehr zuzuhören oder du entscheidest dich heute Hilfe anzunehmen.
00:14:22: vielleicht Entscheidest du heute einfach, nicht aufzugeben.
00:14:28: Und manchmal reicht genau das schon aus!
00:14:36: Die zweite Jahreshälfte braucht gar keine komplett neue Vision von dir.
00:14:43: Es braucht keinen neuen perfekten Plan Keine radikale Veränderung Keine Liste mit zwanzigneuen Vorsätzen.
00:14:54: Du brauchst oft einfach nur etwas mehr Bewusstsein.
00:15:01: Und du darfst dich gerne fragen, was möchte ich in den nächsten sechs Monaten weniger?
00:15:11: Weniger Druck.
00:15:13: Weniger Vergleiche.
00:15:16: Wenigerselbstkritik und gleichzeitig wovon wünsche ich mir mehr?
00:15:25: Wünschte dir vielleicht mehr Ruhe!
00:15:28: Mehr Vertrauen, Vertrauen in Dich eine Verbindung zu deinem Körper mehr Freude, mehr Leichtigkeit oder auch einfach mehr Ballons.
00:15:43: Zum Abschluss möchte ich dir noch ein paar Fragen mitgeben.
00:15:49: vielleicht schreibst du sie nach dieser Folge auf oder du nimmst jetzt direkt immer wieder eine Pause von dem Podcast und schreib es dir die Fragen auf oder vielleicht doch erst in ein paar Tagen.
00:16:07: Und hier sind die Fragen, für die du dir einfach etwas Zeit nehmen solltest.
00:16:14: Worauf bin ich in diesem Jahr bisher wirklich stolz?
00:16:21: Was hat mich Kraft gekostet?
00:16:27: Was möchte ich loslassen?
00:16:33: Was will ich in den nächsten sechs Monaten stärken?
00:16:42: Nimm dir Zeit für diese Fragen ganz und ruhig und beantworte sie ganz ehrlich!
00:16:50: Wenn du nur eine einzige Sache aus dieser Folge heute mitnimmst, dann vielleicht dies.
00:16:58: Du musst nicht bis Januar warten!
00:17:01: Du musst nichts auffohlen und du bist nicht zu spät.
00:17:10: Nichts muss perfekt sein.
00:17:14: Was ist perfekt?
00:17:15: Es gibt kein Perfekt.
00:17:20: Vielleicht bist du heute nicht dort wo du am Anfang des Jahres sein wolltest Aber du bist auch nicht mehr dort, wo du gestartet bist.
00:17:32: Und manchmal ist genau das die wichtigste Erkenntnis.
00:17:37: Jeder kleine Schritt zählt.
00:17:40: Jede Entscheidung zählt – jeder Moment in dem du dich für dich selbst entscheidest zählt und genau daraus entsteht Veränderung!
00:17:53: Nicht aus Perfektion sondern aus vielen kleinen Schritten.
00:17:59: Ich hoffe, dass du dir in den nächsten Tagen einen Moment Zeit nimmst um auf die vergangenen Monate zurück zu blicken.
00:18:10: Mit Ehrlichkeit mit Mitgefühl und definitiv mit Stolz!
00:18:17: Denn Du bist weitergekommen als Du gerade glaubst.
00:18:22: Danke, dass Du heute dabei warst.